Nicolas de Staël (1914–1955) war ein russisch-französischer Maler, der als einer der bedeutendsten Vertreter der Nachkriegskunst gilt. In St. Petersburg in eine Adelsfamilie geboren, floh er nach der Revolution ins Exil und wuchs als Waise in Belgien auf, wo er seine künstlerische Ausbildung begann. Bekannt wurde er für seinen einzigartigen Stil, der die Grenzen zwischen Abstraktion und gegenständlicher Malerei auflöste; er schuf oft grossformatige Werke mit extrem dickem Farbauftrag, den er mit Spachteln und Messern bearbeitete. Trotz seines grossen internationalen Erfolgs, unter anderem in den USA, litt de Staël unter innerer Zerrissenheit und dem Druck des Kunstmarktes. Sein Leben endete tragisch mit nur 41 Jahren durch Suizid in Antibes, kurz nachdem er einige seiner lichtdurchflutetsten Werke an der Côte d’Azur geschaffen